Aktionen 2015

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Neues im KunstRaum

Grenzp(f)osten bezogen Stellungen

Am Mittwoch, 9. September um 13 Uhr rückte Gebe Gührer mit Wolfram Baur, Erdbohrer und den 13 Grenzp(f)osten, die im Rahmen der diesjährigen Ferienspiele von 13 Kindern und Jugendlichen mit Geschick und Phantasie erstellt wurden und die nun ihre (vorübergehenden) Plätze links und rechts der Rotach, Nähe Brücke Eugen-Bolz-Straße) eingenommen haben. Mit dabei waren einige der Gestalter und Namensgeber der Grenzhüter: Alina Senft, Konrad Merkel, Fabian Weller, Alessia Godt, Raika Heiß, Niklas Julitz, Natalie Krause, Jana und Emma Zimmermann, Julia Veeser, Emelie Szabo, Lisa Jungnitz und Nicole Philipp.

 Wir erinnern uns wieder: In den Jahren zwischen 1800 und 1810 erzwang Napoleon die Neuordnung Deutschlands. Davor war das Teuringer Gemeindegebiet kleinstaatlerisch ebenso zerrissen, wie das gesamte „Heilige Römische Reich deutscher Nation“. Der östliche Bereich der Rotach stand unter der Hochgerichtsbarkeit Vorderösterreichs, also der Landvogtei Schwaben mit dem Oberamt in Altdorf (dem heutigen Weingarten) und der westliche Teil der Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg. Niedergerichtlich unterstand die Pfarrei Oberteuringen - wie auch Bitzenhofen und weitere Teile im heutigen Gemeindegebiet - der Freien Reichsstadt Ravensburg, wogegen für Unterteuringen das Kloster Weißenau rechtssprecherische Gewalt über alles, was nicht einer „Bluttat“ entsprach, ausüben konnte. (Bestens nach zu lesen im Geschichtsbuch „Teuringen – ein Streifzug durch die Jahrhunderte“. Erhältlich im BürgerServiceBüro im Rathaus).

 Terminlich noch nicht festgelegt sind die Markierungsarbeiten an den Grenzen um das ehemalige niedergerichtliche Hoheitsgebiet der Freien Reichsstadt Ravensburg (Blau-Weiß). Da wären hilfreiche Hände weiterhin willkommen!! (Info: 07546 1870)

„Erschöpfter Wächter“ erhielt Aufmunterung

Nicht schlecht gestaunt haben Emil Mager, sein Spezl Uli sowie der Zeilenschreiber, als nach getaner Installation des „Erschöpften Wächters“, bei der Brücke an der Rauen Rampe, wie aus dem Nichts zwei Clowns hinter ihnen standen. Aufnahmetechnisch semiprofessionell ausgerüstet, gaben sie sich letztlich als Kunstperformer aus, die nichts lieber tun, als Kunst im öffentlichen Raum clownesk zu bespielen um dabei Spaß zu haben und zu verbreiten, dieses als Video aufzunehmen um auch danach noch Spaß daran zu haben und diesen via Youtube zu verbreiten. Eigentlich heißt der Herr Klemmerle ja Manfred Köhler und wohnt in Kaiserslautern – wie der Herr Ramazzotti bürgerlich mit Nachnamen gerufen wird, war nicht aus ihm heraus zu bekommen – wohnt derzeit in Karlsruhe. Jedenfalls sind sie von Hans-Jörg Beck, dessen „Tanzpaar“ im KunstRaum gleich viele bewegende Freunde gefunden hat, auf den Teuringer Skulpturenweg aufmerksam geworden. Und da gerade in der Gegend, machten sie sich auf um die hiesigen Skulpturen zu bespielen. Demnächst auf Youtube!

Dabei geriet der Künstler (Emil Mager) aus Berg bei Ravensburg etwas in den Hintergrund – nicht so sein „Erschöpfter Wächter“, der durchaus Aufmunterung nötig hat. Seit 1415 rückten er und seine Vorfahren auf Geheiß der Waldburger Truchsesse immer, weiter von der Schussen aus, in das (ursprüngliche) Heiligenberger Land vor und kamen etwa 1541 an der Rotach (sowie am Lipbach) zum Stehen. Dort hatten sie dann bis Napoleons Eroberungsfeldzug – mit Blick auf zwei Galgen – auszuharren und die Macht der Habsburger durchzusetzen. Nachzulesen im Teuringer Geschichtsbuch, Seite 71. Da kann man irgendwann schon erschöpft werden….

 

Grenzp(f)osten - Ferienspiele 2015

Phantasie und Geschick brachten 13 Kreateure am vergangenen Freitagnachmittag mit in den Bauhof. Die Aufgabe: „Grenzp(f)osten“ zu gestalten, die durch ihre Farbgebung die Herrschaftsansprüche der damaligen Machthaber (Österreich: Rot-Weiß-Rot und Heiligenberg: Schwarz-Weiß, später Blau-Weiß-Rot) signalisieren und die an den Brücken im KunstRaum-Areal an den ehemaligen Status der Rotach als „Grenzfluss“ erinnern sollen. Im Vorfeld hatten Mitglieder vom KunstRaum-Team diverse Schrottteile, Balken und Pfosten in unterschiedlichen Größen gesammelt sowie Farben, Werkzeuge und Maschinen wie auch Befestigungs- und Malmaterial dort bereitgestellt. Daraus schufen Alina Senft, Konrad Merkel, Fabian Weller, Alessia Godt, Raika Heiß, Niklas Julitz, Natalie Krause, Jana und Emma Zimmermann, Julia Veeser, Emelie Szabo, Lisa Jungnitz und Nicole Philipp mit „Freude am Machen“ eindrucksvolle Wächter, die weltweit wohl nirgends ihresgleichen finden werden.

Von 2011 bis unlängst standen bereits zwei „Brückenwächter“ von Alexander Weinmann links und rechts der Rotach bei der Holzbrücke. Im Juni 2015 erfolgte eine „Wachablösung“ durch die Wächter von Dr. Dietmar Hawran. Voraussichtlich am 10. September geschieht mit Hilfe von Mitarbeitern des Bauhofs die Platzierung der geschaffenen Grenzp(f)osten an den Rotachbrücken (Raue Rampe und Eugen-Bolz-Straße). – Terminlich noch nicht festgelegt sind die Markierungsarbeiten an den Grenzen um das ehemalige niedergerichtliche Hoheitsgebiet der Freien Reichsstadt Ravensburg (Blau-Weiß).

 Wir erinnern uns: In den Jahren zwischen 1800 und 1810 erzwang Napoleon die Neuordnung Deutschlands. Davor war das Teuringer Gemeindegebiet kleinstaatlerisch ebenso zerrissen, wie das gesamte „Heilige Römische Reich deutscher Nation“. Der östliche Bereich der Rotach stand unter der Hochgerichtsbarkeit Vorderösterreichs, also der Landvogtei Schwaben mit dem Oberamt in Altdorf (dem heutigen Weingarten) und der westliche Teil der Grafschaft Heiligenberg. Niedergerichtlich unterstand die Pfarrei Oberteuringen wie auch Bitzenhofen und weitere Teile im heutigen Gemeindegebiet der Stadt Ravensburg, wogegen für Unterteuringen das Kloster Weißenau rechtssprecherische Gewalt über alles, was nicht einer „Bluttat“ entsprach, ausüben konnte. (Bestens nach zu lesen im Geschichtsbuch „Teuringen – ein Streifzug durch die Jahrhunderte“. Erhältlich im BürgerServiceBüro im Rathaus).

Weitere Bilder davon gibt es unter >>> Ferienspiele

 

„Grenzp(f)osten“ markieren überkommene Grenzen

 Neben dem Wechsel von Objekten durch bereits vertretene Künstler im KunstRaum sowie die Vorstellung von „neuen“ Künstlern durch ihre ausgestellten Werke, will das KunstRaum-Team in 2015 mit einer „Grenz-Aktion“ auf ehemalige Hoheitsgebiete in der Gemeinde aufmerksam machen. Zum einen aus Geschichtsgründen und zum anderen um aufzuzeigen, dass (von Menschen gesetzte) Grenzen eine begrenzte Gültigkeitsdauer aufweisen. Die Veränderlichkeit von Grenzsituationen wird demnächst ein verstärktes Thema auf dem Weg zum „inklusiven Oberteuringen“ darstellen. Grenzen wahrnehmen, beurteilen und verändern, Ausgrenzungen überwinden, Eingrenzungen begreifen, aber auch ermöglichen – zu all dem soll diese Aktion ebenfalls als Gedankenanstoß beitragen.

Als geschichtlichen Rahmen haben wir die Zeit vor 1800 gewählt, als das Teuringer Gemeindegebiet kleinstaatlerisch ebenso zerrissen war, wie der „Rest von Europa“. Der östliche Bereich der Rotach stand unter der Hochgerichtsbarkeit Vorderösterreichs, also  der Landvogtei Schwaben mit dem Oberamt in Altdorf (dem heutigen Weingarten) und der westliche Teil der Grafschaft Heiligenberg. Niedergerichtlich unterstand die Pfarrei Oberteuringen wie auch Bitzenhofen und weitere Teile im heutigen Gemeindegebiet der Stadt Ravensburg, wogegen für Unterteuringen das Kloster Weißenau rechtssprecherische Gewalt über alles, was nicht einer „Bluttat“ entsprach, ausüben konnte.  (Bestens nach zu lesen im Geschichtsbuch „Teuringen – ein Streifzug durch die Jahrhunderte“ - ISBN 3-00-009412-1. Erhältlich im BürgerServiceBüro im Rathaus).

Bezeichnender Weise will sich das KunstRaum-Team auf die Grenzen des KunstRaums beschränken und dort in diesem Jahr „Grenzp(f)osten“ aufstellen. Von 2011 bis unlängst standen bereits zwei „Brückenwächter“ von Alexander Weinmann links und rechts der Rotach bei der Holzbrücke. Nun erfolgte eine „Wachablösung“ durch die Wächter von Dr. Dietmar Hawran (sieh unten). Geplant ist die Platzierung weiterer Grenzp(f)osten entlang der Rotach, wie auch die Grenzmarkierung um das ehemalige niedergerichtliche Hoheitsgebiet der Freien Reichsstadt Ravensburg.

Kreative Geschichtsfreunde aufgepasst!
Als „Grenzp(f)osten“ werden symbolisch gestaltete Objekte an markanten Punkten aufgestellt. Diese werden (zumindest) mit den jeweiligen Herrschaftsfarben die Gebietsansprüche der damaligen drei „Gemeindegewaltigen“ kennzeichnen. Zwölf Stück davon werden im Rahmen der Ferienspiele gefertigt. Einige Grenzwächter wurden von den KunstRaum-Künstlern in Aussicht gestellt. – Das reicht jedoch nicht aus um wirklich augenfällig die Grenzen abzustecken.

Gerne nehmen wir noch weitere Objekte in die „Grenzp(f)osten“-Sammlung auf!

Mitmachen darf Jeder!   >>> Ferienspiele

Weitere Infos > Bruno Rauscher, Telefon: 07546 1870

 

Neue Objekte

Glockenturm – Markus Meyer

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„Fest verankert in der Erden“ hat die Form Markus Meyer am vergangenen Freitag (19.6.). Der „Glockenturm“ – an dem außer einer Glocke alles dran ist - soll das lautlose Verstreichen der Zeit versinnbildlichen. Der Zeigerstellung nach ist es nicht mehr weit bis XII – wieviel Zeit bleibt da noch? Der Standort in unmittelbarer Nähe des Friedhofes ist nicht zufällig … - Andererseits: Wird die Zifferblattanzeige als Gesamtzeit der Erdgeschichte betrachtet, zeigen die paar Minuten vor Zwölf die Dauer, in der der Mensch alles versucht um sich den Planeten untertan zu machen. – Das Ergebnis wird immer deutlicher.

Markus Meyer ist der Vorsitzende vom Ravensburg-Weingartener Kunstverein und half seinerzeit dabei mit, den KunstRaum-Oberteuringen zu installieren, indem er seit Anbeginn seine Stahlskulpturen (erst „Aikido“ und freitags abgebaut „Hydra“) bei uns ausstellt. Markus hat seine Wirkstätte in der Ravensburger Ulmerstraße (Gartenbau Müller).

Zwei Schwestern – Franz Kussauer

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Ebenfalls am Mittwoch (17.6.) brachte Franz Kussauer seine „Zwei Schwestern“ im ehemaligen Pfarrgarten an. Ganz unterschiedlich im Äußeren und doch verwandt mitnand? Eine weiß (geschniegelt), die Andere „naturbelassen“ (ganz gewöhnlich) - und tragen doch die Gene ihrer gemeinsamen Eltern (Mutter: Natur und Vater: Kussauer). Als geeignetsten Platz für die Schwestern wählte der Künstler die Nähe zum ehemaligen „Schwesternhaus“.
Franz ist Freier Architekt und wohnt und arbeitet in Kißlegg (http://www.kussauer-maga.de).

Als „Schwesternhaus“ wurde das heutige Messnerhaus bezeichnet. Darin waren ab etwa 1930 bis 1974 drei Ordensschwestern untergebracht, die neben der Erledigung der kirchenpflegerischen Aufgaben, sich der Kindererziehung, im Kindergarten und bis zur Nazizeit auch als Religionslehrerinnen in der Teuringer Schule, sowie der häuslichen Pflege widmeten. Ihre bekannteste Vertreterin war Schwester Alfreda, nach der auch der Weg vom Pfarrhaus zur Post benannt wurde. Seit den 1920er Jahren gab es in Oberteuringen einen „Krankenpflegeverein“, der bei der damaligen schlechten ärztlichen Präsenz die medizinische Grundversorgung – ähnlich der heutigen Pflegedienste - gewährleistete.

Krates von Theben – Brigitte Schaider

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Ein silbern-rotes „Drahtmännchen“ hat Brigitte Schaider im ehemaligen Pfarrgarten aufgestellt (17.6.). Sie war bis vor kurzem mit ihrer Holzskulptur „Johannes der Täufer“ im KunstRaum präsent. Nun wendet sie sich einer gänzlich anderen Herangehensweise bei der Entstehung ihrer Kunstwerke zu. „Bislang bin ich vorhandenen Formen und Strukturen im Material gefolgt – jetzt baue ich von Null auf.“ Der ausgestellte „Krates“ ist der Beginn einer Serie gleich gestalteter und eventuell auch ähnlicher Skulpturen, die Brigitte „so häufig und weitreichend als möglich“ installieren will. Den Prototyp ihrer neuen Gestaltgebung nennt Brigitte Schaider „Krates von Theben“.
Krates, ein Philosoph des vierten Jahrhunderts vor Christus, vertrat ähnliche Ansichten wie sein Lehrer Diogenes von Sinope. Vom Charakter her war er wohl milder und liebenswürdiger als dieser. So soll er als gern gesehener Gast den Beinamen „Türöffner“ erhalten haben. Als typischer Kyniker gestaltete er seinen Alltag frei von äußeren Zwängen und lehrte die einfache, unabhängige, auf überflüssige Bedürfnisse verzichtende Lebensweise um glücklich zu werden.
Brigitte Schaider hat ihr Atelier in Neukirch, Nähe Kressbronn (www.indo-arts.de).

Tanz/Paar - Hansjörg Beck

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Gerne zu einem Tanz bewegen, lässt sich das Paar von Hansjörg Beck, das sich seit diesem Montag (15.6.) am Ende der Tavernengasse vom grünen Ufersaum der Rotach abhebt. Durch ihr ausgeklügeltes „Innenleben“ lassen sich die scheinbar schwerfälligen Stahlobjekte erstaunlich leicht in Dreh-/Schwingbewegung bringen und versetzen den Verursacher/Beobachter in eine meditativ-heitere Stimmung. Die Oberflächen sind bewusst „naturbelassen“ – der Versinnbildlichung der Vergänglichkeit halber. Ganz selbstverständlich setzt der Künstler (Atelier im Mariahof bei Illmensee-llwangen - www.tourbilon.de) auf die Fortführung des Disputs: Welche der Figuren ist männlich und welche weiblich – wobei das in heutiger Zeit immer nachrangiger wird. „Kunst hat die Aufgabe Fragen aufzuwerfen“, ist auch Hansjörgs Ansicht.

Bruckwacht - Dr. Dietmar Hawran

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Von der Idee, historische Grenzen aufzuzeigen, war Dr. Dietmar Hawran sofort angetan. Anfang Juni (2.6.) installierte er unter tatkräftiger Mithilfe des Bauhofs – danke Gebe Gührer und Winfried Rimmele – an der Holzbrücke seine „Bruckwacht“. Deutlich sind durch die verschieden farbige Gestaltung nun die zwei hochgerichtlichen Herrschaftsbereiche in der Zeit zwischen 1473 und 1800 gekennzeichnet. Links der Rotach die Habsburgische der Landvogtei Schwaben (rot-weiß-rot) und rechts die der Grafschaft Heiligenberg (weiß-schwarz) unter den Grafen von Werdenberg und später auch von Fürstenberg (blau-weiß-rot). Seine „Mutter Erde“ steht bereits seit April im KunstRaum. Die beiden „ausgemusterten“ Wächter von Alexander Weinmann fanden (vorübergehend) Aufnahme in einem Bitzenhofener Privatgarten.

Phönix – Oliver Ritter

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Vergangenen Donnerstag (28.5.) brachte Oliver Ritter seine Bronzeskulptur „Phönix“ am Südosteck vom Gasthof „Die Post“ an. Ritter lebt und wirkt in Mittelstenweiler – www.o-ritter.de – und ist einer der „neuen“ Künstler im KunstRaum.

Der Phönix ist bekanntlich ein eher scheues Tier, daher kann jeder Betrachter von Glück reden, es zu Gesicht zu bekommen. Manchen mag es zwar schaurig anmuten, dass sich der Sagenvogel ein Nest aus Balsam und Weihrauch baut wenn er sich alt fühlt, dieses entzündet und sich somit selbst verbrennt. Doch ist auch viel Hoffnung darin, wenn er singend stirbt und sich danach aus duftender Asche verjüngt und mit neuer Schönheit wieder aufschwingt. Daher passt auch der jetzige Platz von Ritters Phönix ziemlich gut. Wenn auch die „Post“ (gottseidank) noch nie in Balsam und Weihrauch vergangen ist, hat sie dennoch schon einige „Verjüngungen“ hinter sich und anschließend in neuer Schönheit wieder eröffnet.

 Bruno Rauscher 28.05.2015

 

Galeere - Mirko Siakkou-Flodin

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Zwei Tage darauf (18.4.) brachte Mirko Siakkou-Flodin sein bespielbares „Boot" „ans Ufer". Seine Skulptur - an der Freifläche der Brücke bei der rauen Rampe - erinnert an den Bug venezianischer Gondeln und soll an den ehemals – und vielleicht bald wieder – barrierefreien und fischwanderungstauglichen Verlauf der Rotach erinnern.
Weitere vier Künstler werden bis Ende Juni ihre bisherigen Werke austauschen oder neu zu den Ausstellern um KunstRaum stoßen.

 

Mutter Erde - Dr. Dietmar Hawran

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In der vergangenen Woche (16.4.) startete die KunstRaum-Aktion 2015 mit der Installation von gleich zwei neuen Kunstwerken. Zwischen Rotachkindergarten und Friedhof stellte Dr. Dietmar Hawran aus Ravensburg seine Stahlplastik „Mutter Erde" auf. Seine Beschreibung dazu: „Stolz und kraftstrotzend präsentiert sich Mutter Erde. Sie hat genügend Ressourcen um die ganze Schöpfung zu versorgen. In vielen Konferenzen bemühen sich Menschen um ihren Schutz. Trotzdem ist ihr Fundament am Kippen." – Nur deshalb ist der Sockel auch nicht exakt senkrecht, sondern auch deutlich außerhalb der Erdachsenschräge.

 Bruno Rauscher 21.04.2015