Aktionen 2018

 


Turm aufgehübscht

16.08.2018 Bruno Rauscher

Keineswegs „nur Blau-gemacht“ haben jüngst die sechs Kulturkreismitarbeiterinnen bei ihrer Aufhübschung des KunstRaum-Turms unter der Anleitung von Kuratorin Barbara Kensy-Schneider.
Deren Entwurf zur farblichen Gestaltung der Umspannstation „6023 Rotach“ hat bereits 2012 die Entscheider beim Regionalwerk Bodensee überzeugt und wurde daraufhin auch umgesetzt. Seiten übergreifend sind jahreszeitlich typische Farben und grafische Symbole zu finden, das RW-intern zur Namensgebung „Stazione quattro Staggione“ führte. 43 verschiedene Farbtöne kamen seinerzeit zum Einsatz – Reste davon hatten überdauert und wurden nun, getreu dem ursprünglichen Farbplan, für die Ausbesserungsarbeiten eingesetzt. Diejenigen Akteure, die damals schon mitmalten, wünschten sich an diesem Hochsommer-Tag ein wenig von dem nasskalten Schmuddelwetter, das im April 2012 gemeinsam mit schneidigem Wind für klamme Finger und langsam trocknende Farbe sorgte. Dass die Aktion nun nicht unnötig war, zeigte sich an diversen Stellen an denen Spritzwasser, Wandmoos oder Schmierer das Erscheinungsbild zunehmend störten. An der Farbe lag es nicht, bekräftigte Kensy-Schneider, „die hält super und hat an Intensität kaum nachgelassen“.
Vielmehr will die Arbeitsgruppe den ausstellenden Künstlern und Besuchern von „making of 2018“ am 23. September und darüber hinaus einen repräsentativen Südzugang zum KunstRaum präsentieren.


Bild: Sie gaben unlängst dem KunstRaum-Turm neue Farbe (von links):
Irmgard Dollansky, Erika Ulmer, Barbara Kensy-Schneider, Bettina Köster-Kaufungen, Evi Zweifel, Marie-Luise Sprenger, Christa Schönherr

Skulpturen wechselt euch

Aufmerksame Rotachpark-Besucher haben es natürlich schon längst gemerkt: Kunstwerke wurden abmontiert und neue aufgestellt!
30.07.2018 Bruno Rauscher

Mirko Siakkou-Flodin ließ seine „Galeere“ bereits im März Kurs Richtung Karsee nehmen – reiht sich dort in die Vielzahl der Werke regionaler Künstler ein. Mirko installierte dafür seine „Zwei MIMIS beim WIND SPIEL““ am vergangenen Dienstag im ehemaligen Pfarrgarten. 

Die „Mutter Erde“ tauschte Dr. Dietmar Hawran im Juni gegen die jüngste, etwas düstere Variante seiner „Erdenreihe“ - zerfurcht und aufgerissen erscheint diese nun als Mahnzeichen zu den „Grenzen des Wachstums“.

Eine Woche davor brachte Alexander Weinmann zwei seiner Exponate. Seitdem wacht ein weiterer „Engel“ über den Rotachkindergarten und ein neuer „Vogel“ hält Ausschau am Rotachufer. Alexander ist seit der Gründung des KunstRaums immer wieder hier vertreten - mit verschiedenen „Wächtern“ und  kurze Zeit mit einem „Tor“ zum Kiesgrubenweiher hin, bevor es Toren demolierten.

Demnächst kommt von Thomas Linder eine restaurierte Version der Installation mit Fischen - „Kommen und Gehen“ – ans Rotachufer zurück. Thomas ist unter anderem auch Schnapsbrenner und Liedermacher. Bei der Vernissage mit Mühlencafé wird er für die Musik sorgen – Getränke und Snacks kommen vom Mühlenteam. Das Künstlerfest samt Ausstellungseröffnung „making-of KunstRaum 2018/19“ findet am Sonntag, 23. September ab 14 Uhr im Kulturhaus „Mühle“ statt.

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  • Dr.Dietmar Hawran
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Kaspar Hauser und sein Mörder

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Skulpturen Kasper Hauser und sein Mörder haben einen neuen Standort erhalten und sind nun an der Brücke bei der Fischtreppe am Parkweg vorzufinden.
Am Dienstag, 27. Februar 2018 von 14:00 - 16:00 Uhr bietet die Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein sowie dem Künstler, Herrn Alfons Röllinger den Kindern des Rotachkindergarten und der Teuringer-Tal-Schule die Gelegenheit, offene Fragen zu diesen Skulpturen zu beantworten und die Hintergrundgeschichte dieser beiden Herren zu erklären. Die Bevölkerung ist hierzu recht herzlich eingeladen!

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„Kaspar Hauser und sein Mörder“ von Alfons Röllinger haben einen neuen Platz gefunden
SZ 27.02.2018 Fotos Helen Belz
Auf den ersten Blick können die zwei Kunstskulpturen „Kaspar Hauser und sein Mörder“ durchaus angsteinflößend wirken – zumindest für Kinder. Aus diesem Grund mussten die Holzskulpturen von Künstler Alfons Röllinger aus Illmensee / Ruschweiler Ende Oktober ihren Standort wechseln. Zuerst waren Sie zwischen dem Pfarrgarten und der Sporthalle platziert. Nachdem sich jedoch mehrere Kinder auf dem
Weg zur Schule vor den Skulpturen erschreckten, und Beschwerden bei der Gemeinde eingingen, wanderten die Kunstwerke von Alfons Röllinger vorübergehend in den Bauhof, bis ein neuer Standort gefunden war.
Seit dem 4. Dezember 2017 sind die beiden Skulpturen nun an einem neuen Platz vorzufinden, gegenüber der Brücke bei der Fischtreppe im Parkweg.
Allein mit einem Standortwechsel war die Sache jedoch noch nicht getan. Zusätzlich hat der Künstler angeboten, sein Kunstwerk und die dahinterstehende Geschichte den Kindern persönlich zu erklären. 

Aus diesem Anlass haben wir von Seiten der Gemeinde mit Herrn Röllinger gemeinsam Kinder aus der Teuringer-Tal-Schule sowie des Rotachkindergarten vergangenen Dienstag, 27. Februar 2018 vor Ort zum Kunstwerk eingeladen, damit Sie die Geschichte durch den Künstler selbst kennenlernen.
Herr Röllinger erklärte den Kindern, dass er die Geschichte von „Kaspar Hauser und sein Mörder“ bereits von seinem Lehrer erzählt bekommen hatte. Seit diesem Schultag musste er oft an diese Geschichte denken, was ihn wiederum dazu inspiriert hatte, diese mit den beiden Skulpturen widerzuspiegeln.
Die Kinder lauschten gespannt den Worten von Herrn Röllinger und der Geschichte von „Kaspar Hauser und seinem Mörder“. Die Geschichte handelt von einem geistig zurückgebliebenen Findelkind, welches bei Wasser und Brot in einem dunklen Raum gefangen gehalten wurde. Gegen Ende der Geschichte kommt Kaspar Hauser mit einer tödlichen Stichwunde nach Hause. Er behauptet, Opfer eines Attentäters geworden zu sein, und stirbt dann.
Diese Geschichte ist ein bisschen gruselig, so die Meinung der Kinder, doch manchmal müsse man sich einfach denken, dass es alles nicht echt sei.

Die Kinder stellten im Anschluss noch viele Fragen an den Künstler. Eine Angst vor den Skulpturen war dann nicht mehr zu spüren.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung mit vielen neugierigen Kinderaugen und einem mit dem neuen Standort zufriedenen Künstler.